The Last SMS/cerpen
The last SMS
by kons
Gegen 16.00 Uhr war der Himmel dunkel, aber auf der Straße sind noch viele Autos gefahren. Ich fühlte mich leer, wie die Nacht ohne Sterne, als ich in meinem Aufenthalts- zimmer meinen Koffer einpackte. Niemand wusste, wie ich mich fühle und was ich in dem letzten Moment sagen wollte. Ich schwieg nur, als ob ich ein Stummer wäre.
Es hieß Abschied nehmen. Von meinen Eltern, Geschwistern, Bekannten, Verwandten, Kolleginnen, Kollegen, Mitbrüdern und allen, die dazu gehörten, musste ich Abschied nehmen. Grundsätzlich wollte ich weinen, weil es so traurig war, aber ich lächelte, damit die andern nicht sehen konnten, dass ich weinte. Das war eine Träne im Lächeln.
Eine halbe Stunde später fuhren wir zum Flughafen, da die Lufthansa um 19.00 Uhr fliegen würde. Ich saß im Auto hinten neben meiner Tante. Im Auto machte ich meine Augen zu, um mein Traurigkeitsgefühl zu verstecken. Aber meine Tante hatte diesen Zustand bemerkt und fragte mich:
„Wieso bist du so schweigsam? Sprich doch etwas!“
„Nein, es geht schon. Ich habe nichts zu sagen“ , sagte ich.
„Ach, du lügst! Ich brauche dich nur anschauen und weiß, dass du traurig bist. Zeig doch mal, wie du wirklich bist!“
Sie hat immer versucht, mit mir zu plaudern, aber es hat nicht geklappt. Ich blieb still, ohne ein Wort zu sprechen.
„Habe ich alles verloren?“, fragte ich mich selber.
Unser Auto stoppte. Wir waren schon am Flughafen, stiegen aus und holten meinen roten Koffer aus dem Kofferraum. Ich ging zur Passkontrolle, um mich anzumelden, dass ich ein Passagier von Lufthansa bin. Danach verabschiedete ich mich von meiner Tante und ging ins Wartezimmer hinein. Dort saß ich und versuchte meine Traurigkeit zu verdauen.
Ein paar Minuten später verkündete ein Flugzeugbeamter uns, dass unser Flugzeug eine Stunde Verspätung hat.
„Oh mein Gott.“, sagte ich.
Eineinhalb Stunden musste ich darauf warten und sitzen. Ich wollte eigentlich hinausgehen, aber es ging nicht, weil ich schon in der Wartehalle war. Ich nahm mein Handy, um nachzuschauen, ob ich SMS´s bekommen habe.
Das erste war von einem Priester. Ich habe ihn kennengelernt, als er vom Ausland zurückkehrte. Er schickte mir ein SMS: „Wir haben gerade die Messe gefeiert, um für dich zu beten. Mach dir keine Sorge, Gott ist bei dir.“
Das zweite war von einer Herz Jesu Schwester. Sie hat ein besonders Gefühl für mich, soweit ich das bemerkte. Sie sagte: „Gott, geht nicht vor mir, weil ich Dir nicht folgen kann, auch nicht hinter mir, weil ich Dich nicht begleiten kann, sondern neben mir als mein Begleiter.
Das dritte war von einem Mitbruder, einem Klassenkamerad, einem Mitschüler. Er war lange Zeit auf der Straße als Alkoholiker, aber jetzt ist er ein büßender Mann. Er schrieb: „Ich bin so traurig. Erinnere dich! Als wir noch zusammen waren; Karten spielten, in der Krypta beteten, in dem Garten arbeiteten und auf dem Fußballfeld spielten. Erinnere dich an die schöne Zeit, wenn du Herausforderung im neuen Land hast. Gott hat dich früher nach „Jerusalem“ gesendet.“
Das vierte war von einer Kollegin oder aufrichtig gesagt von einer Kollegin, die sich in mich verliebt hatte. Sie weinte und sagte: „Das Herz kann nur einen Moment lieben, der Schritt geht, solange er noch nicht müde ist, das schöne Kleid ist nicht immer schön zu schauen. Aber dich zu haben, ist für mich ein ewiger Wert. Ich vermisse dich.“
Das fünfte war von einer Bekannten. Sie ist immer zu mir gekommen, wenn sie Problem hatte. In diesem Moment sagte sie: „Eine Freundschaft ist wie die Augen und die Hand. Wenn die Hand eine Wunde hat, tränen die Augen und während die Augen tränen, trocknet die Hand die Tränen ab.“
Das sechste war von einem Kollegen, mit dem ich immer wieder mein Englisch praktiziert habe. Er hat eigentlich große Begabung, Englisch zu studieren. Er sagte einfach: „Deine Seele ist hier, in meinem tiefen Herzen. Obwohl das Jahr wechselt, wechselt mein Herz nie. Im nächsten Leben sollen wir wiederlächeln. Farewell.“
Das siebte war von einem Freund, der so fromm und freundlich ist. Ich bin manchmal zu ihm gekommen, falls ich Hilfe brauchte. Er schrieb: „Wenn du Sehnsucht hast, siehst du auf den Vollmond. Er will Liebe ausstrahlen. Wenn dein Herz einsam ist, schaust du auf Gott, der dich berufen hast. Wir wollen uns wiedersehen, irgendwann in den kommenden Jahren. Alles Gute.“
Das achte war von einer Mitschülerin aus der Volksschulzeit. Sie ist Chinesin, sehr eifersüchtig und liebevoll. Sie wollte einen Mitschüler von unserer Klasse heiraten. Aber ihre Eltern haben nicht zugestimmt. Sie schrieb: „In der Nacht konnte ich überhaupt nicht schlafen. Ich sehne mich nach dir, weil du immer bei mir warst. Danke vor allem, für das, was du schon gegeben hast. I miss you always.
Das neunte war von einem Freund aus der Kindheit. Wenn wir uns begegnen, reden wir über Himmel und Erde. Er ist ein ganz humorvoller Freund. Wenn ich an ihn denke, werde ich verrückt. Er hat mir eine SMS auf Englisch geschickt: „Someone is asking: feeling boured? Think of God! Feeling sad? Dream about God! Feeling lonely? Look at me! Feeling hungry? go to MC Donald!
Ich habe so darüber gelacht, bis eine Frau mich daran erinnerte, dass unser Flugzeug gleich ankommt. Das SMS von ihm hat meine Traurigkeit weggeblasen.
(Vienna, 21 Mai 2008)
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